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Der Leitfaden „Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt“

Gespräch unter drei Bürokollegen (Meetingsituation)

Mit zunehmendem Alter lässt das Hörvermögen bei vielen Menschen nach. Bereits jeder Vierte ab 50 Jahren hört nicht mehr gut. Angesichts des demografischen Wandels und der steigenden Lebensarbeitszeit werden in Zukunft vermehrt schwerhörige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben anzutreffen sein. Doch die Auswirkungen eines Hördefizites im Berufsalltag und die Hürden, auf die Betroffene stoßen, sind nahezu unbekannt. Ein Grund: aus Angst vor Diskriminierung sprechen viele Betroffene nicht über ihre Schwerhörigkeit und vermeiden es, Hörgeräte und andere Hilfsmittel zu nutzen. Die Folgen können Probleme in der betrieblichen Kommunikation sowie psychische Belastungen und Leistungseinschränkungen sein.
Dabei ist Schwerhörigkeit nicht nur eine individuelle Behinderung, sondern auch Folge verschiedenster Hör-Barrieren in der Umwelt. Die Spanne reicht von schlechter Raumakustik bis hin zu unzureichender Kommunikationstechnik.

Der Leitfaden „Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt“ unterstützt Unternehmen und andere Organisationen dabei, das Thema Schwerhörigkeit aus der Tabuzone zu holen und hörfreundliche Arbeitsumgebungen zu fördern. Neben Checklisten und Empfehlungen enthält der Leitfaden zahlreiche betriebliche Beispiele.

Warum aktiv werden?

Lesen Sie einführend gute Gründe, warum Unternehmen und andere Institutionen dem Thema "Hören" zukünftig Beachtung schenken sollten.

Wie aktiv werden?

Haben wir Handlungsbedarf und wenn ja, wie kann die Entwicklung zu einem hörfreundlichen Unternehmen gelingen? Antworten auf diese Fragen und übersichtliche Planungshilfen für die Nutzung des Leitfadens beinhaltet diese Rubrik.

Hörfreundliche Unternehmenskultur

Viele Menschen sind von Schwerhörigkeit betroffen, aber kaum einer spricht darüber. Probleme sind vorgrogrammiert. Mit einer Unternehmenskultur, die für das Thema Hören sensibel ist, lassen sich diese Probleme lösen. In dieser Rubrik finden Sie praxisorientierte Anregungen, wie eine Auseinandersetzung mit dem Thema Schwerhörigkeit beim einzelnen Beschäftigten und der gesamten Organisation angestoßen werden kann.

Raumakustik

Diese Rubrik bietet Hilfestellung für die Ausgestaltung von Arbeitsplätzen im Hinblick auf gute Raumakustik. Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen benötigen besonders gute akustische Verhältnisse. Von optimaler Büroakustik profitieren jedoch nicht nur Schwerhörige – sie hat Einfluss auf die Motivation und Produktivität aller Mitarbeiter.

Technik und Dienste zur Kommunikation

Hier können Sie sich über technische Hilfen, barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnologien und Dolmetschdienste informieren, die schwerhörige Menschen bei der Arbeit unterstützen. Sie ermöglichen etwa die Kommunikation in Besprechungen, das Telefonieren oder die Wahrnehmung von Signalen.

Alarmierung

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Sicherheits- und Schutzkonzepte auf die Bedarfe von Menschen mit Hörverlusten zu erweitern. Informieren Sie sich hier über gesetzliche Vorgaben, die Entwicklung von Alarmierungskonzepten und spezielle technische Lösungen.

Veranstaltungen für Menschen mit Höreinschränkungen

Um Veranstaltungen für höreingeschränkte Menschen barrierefrei zugänglich zu machen, eignen sich beispielsweise die Dienstleistungen von Gebärdensprach- und Schriftdolmetschern und die technische Unterstützung von Höranlagen. Die Rubrik bietet speziell Firmen Hilfestellung bei der Vorbereitung und praktischen Umsetzung von Veranstaltungen.

Lärmbelastungen vorbeugen

Erfahren Sie hier, welche Maßnahmen im betrieblichen Umfeld ergriffen werden können bzw. müssen, um das Gehör von Beschäftigten zu schützen. So können spätere Hörverluste oder stressbedingte physische bzw. psychische Belastungen vermieden werden. Drei Handlungsbereiche werden vorgestellt: Lärmarbeitsplätze, Büroarbeit und Freizeitverhalten.

Tinnitus

Tinnitus ist weit verbreitet: Die Deutsche Tinnitus-Liga geht für Deutschland von knapp drei Millionen betroffenen Menschen aus. Unter den Ursachen wird auch beruflicher Stress genannt. Die Rubrik gibt einen Einblick in das Beschwerdebild und zeigt Tinnitus-Betroffenen und Unternehmen Handlungsoptionen auf.

Materialien zum Download

Hier finden Sie Materialien rund um das Thema Hören zum kostenfreien Download: Unsere beiden Flyer zum Umgang mit Schwerhörigkeit bzw. Freizeit-Lärm, unsere Handreichung zur Hörgeräte-Versorgung oder das Poster zur Gesprächskultur.

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